Unter den Linden
Die knapp 1,5 km lange berühmte Prachtstraße führt vom Schlossplatz bis zum Brandenburger Tor. Die Anfänge wurden bereits im 17.Jh. unter dem Großen Kurfürsten gelegt, der auf dem alten Reitweg
Linden- und Nussbäume anpflanzen ließ. Als Repräsentationsmeile der preußischen Herrscher entstanden im östlichen Teil die wie Perlen aneinander gereihten königlichen Prachtbauten, wie das
Kronprinzenpalais, die Neue Wache oder die Staatsoper. Direkt hinter dem hohen Reiterstandbild von Friedrich II. beginnt die bis zum Brandenburger Tor führende Lindenallee mit Mittelpromenade.
Gebäude / Auswahl:
- Der bedeutendste Barockbau Berlins steht gleich hinter der Schlossbrücke: das königliche Zeughaus von 1706 ist heute Sitz des Deutschen Historischen Museums, jetzt mit einem überdachten Innenhof.
- Die Neue Wache von Schinkel, ursprünglich als Arrestzelle konzipiert, wurde zum Gedenkort für Kriegsgefallene. Heute findet man dort die vergrößerte Skulptur von Käthe Kollwitz „Mutter mit totem Sohn“.
- Unter Friedrich II. entstand ab 1740 das Forum Friedericianum (Bebelplatz) als Ausdruck seiner geistigen Haltung: Staatsoper, Königliche Bibliothek (heute Jurist. Fakultät der Humboldt-Uni) und katholische St. Hedwigs Kathedrale (als Zeichen der Religionstoleranz). Auf der nördlichen Seite entstand das Prinz-Heinrich-Palais, die heutige Humboldt-Universität. Vor dem Uni-Gebäude sitzen in Marmor die beiden Brüder Alexander und Wilhelm von Humboldt.
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